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Im August 2022 gab die Europäische Kommission - 12 Jahre nach dem Ausbruch der griechischen Schuldenkrise - offiziell bekannt, dass sie die griechischen Staatsfinanzen nicht mehr überwachen wird. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis bezeichnete den Vorfall als "historischen Tag für Griechenland und alle Griechen". Das sogenannte "wirtschaftliche Anpassungsprogramm", das dem Land auferlegt wurde und für die griechische Bevölkerung nichts anderes als ein radikales "Spardiktat" bedeutet, hat jedoch seine Spuren hinterlassen. Doch die Perspektivlosigkeit in der Ägäis hält für viele weiter an - ebenso wie die bittere Gewissheit, dass neue Sparmaßnahmen anstehen könnten. Die erzwungene Sparpolitik und die durch sie ausgelöste tiefe Rezession haben verheerende soziale Auswirkungen auf die griechische Bevölkerung und machen ein menschenwürdiges Leben für viele immer noch schwer erreichbar. Aber nicht nur mit einem immer größer werdenden Schuldenberg wurde die griechische Bevölkerung allein gelassen, sondern auch in der größten humanitären Krise der Nachkriegszeit als Folge des Bürgerkrieges in Syrien. Wie PRO ASYL berichtet, ist Griechenland seit der Abriegelung der Balkanroute und dem Inkrafttreten des EU- Türkei-Deals für viele Schutzsuchende zur Endstation und zur Falle geworden. Auch hier sehen die anderen Staaten der Europäischen Union diesem Elend der Flüchtlinge zu. Legale Möglichkeiten in anderen EU-Staat weiterzureisen werden den meisten Flüchtlingen verweigert. Mit Gesprächen vor Ort möchten wir uns gemeinsam ein Bild machen, wie die Menschen mit den vielfältigen Krisen und ihren Folgen umgehen, und gemeinsam Perspektiven für ein anderes Europa entwickeln. Unsere Begegnungsreise führt nach Athen. In dieser zerrissenen Metropole mit über vier Millionen Einwohnern werden die Folgen der politischen und wirtschaftlichen Krise am stärksten gespürt. In der Tiefe der sozialen und ökonomischen Krise entstand hier aber auch eine neue Protestbewegung von unten, die neue Formen des Widerstandes gegen die neoliberale Sparpolitik entwickelt. Wir treffen Aktivist*innen und Expert*innen aus Politik, Nichtregierungsorganisationen und Gesellschaft und versuchen Antworten auf verschiedene Fragen zu finden. Welche Spielräume bleiben, wenn Politik und Gesellschaft weitgehend von der Sparpolitik bestimmt werden? Wie organisiert sich die gesellschaftliche Opposition? Welche Strategien werden entwickelt? Wie entwickelt sich das Verhältnis Griechenlands zur Europa und welche Chancen bestehen für eine gesamteuropäische soziale Entwicklung? Wie begegnet Griechenland der Flüchtlingskrise und wie gehen die Bürger*innen der Stadt mit den Geflüchteten um? Wie kann die humanitäre Krise, die ja eine europäische Krise ist, aus der lokalen Verhaftung befreit werden? Und wie kann eine solidarische, funktionale Flüchtlingspolitik in Europa aussehen?
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Das FORUM UNNA ist eine 1982 gegründete und vom Land Nordrhein-Westfalen anerkannte Einrichtung der politischen Weiterbildung. Träger des Bildungswerkes ist das FORUM für Politik, Wirtschaft und internationale Begegnung e. V., ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Unna, der dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) angeschlossen ist.
Mit unserem Bildungsurlaubsprogramm und unseren Projektaktivitäten möchten wir jedem Teilnehmenden und interessiertem Bürger ...
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